Die Vorteile integrierter JVL-Antriebe
Weniger Komponenten. Weniger Verkabelung. Mehr Freiheit bei der Maschinenkonstruktion.
Bei integrierten JVL-Antrieben befinden sich Motor, Encoder, Regler, Leistungsstufe, Motion-Controller und Kommunikationsschnittstelle in einer kompakten Einheit direkt an der Maschinenachse.
Dadurch entfallen viele Komponenten einer konventionellen Servolösung. Das reduziert den Platzbedarf im Schaltschrank, vereinfacht die Verkabelung und beschleunigt Konstruktion, Inbetriebnahme und Wartung.
Alles im Motor integriert
Bei einer klassischen Servolösung sind Motor, Servoverstärker, Motorleitung, Encoderleitung, EMV-Komponenten und Steuerung auf mehrere Einheiten verteilt. JVL integriert die wesentlichen Antriebsfunktionen direkt in den Motor:
- Motor und Leistungsstufe
- Encoder und Lageregelung
- Drehzahl-, Drehmoment- und Positionsregelung
- Motion-Controller und Ablaufsteuerung
- Industrial Ethernet und weitere Kommunikationsschnittstellen
- digitale und analoge Ein- und Ausgänge
- optional Multiturn-Absolutwertgeber, STO, Bremse und weitere Funktionen
Welche Funktionen verfügbar sind, hängt von der gewählten Motorbaureihe und Ausstattung ab.
Weniger Platz im Schaltschrank
Da kein separater Servoverstärker erforderlich ist, wird deutlich weniger Platz im Schaltschrank benötigt. Dies ermöglicht kleinere Schaltschränke, kompaktere Maschinen und eine flexiblere Anordnung der einzelnen Maschinenmodule.
Gleichzeitig entsteht weniger Verlustleistung im Schaltschrank. Dadurch kann sich auch der Aufwand für Schaltschrankklimatisierung und Kühlung reduzieren.
Weniger Verkabelung
Konventionelle Servoantriebe benötigen häufig separate Motor-, Encoder-, Brems- und Kommunikationsleitungen zwischen Schaltschrank und Motor.
Beim integrierten JVL-Antrieb werden im Wesentlichen nur die Energieversorgung und die Kommunikation zur Maschinensteuerung geführt. Je nach Anwendung können weitere Ein- und Ausgangssignale direkt am Motor angeschlossen werden. Das reduziert:
- Anzahl und Länge der Leitungen
- Kabelkanäle und Schleppketten
- Steckverbinder und Klemmstellen
- Verdrahtungs- und Montageaufwand
- mögliche EMV-Probleme durch lange Motorleitungen
Weniger Komponenten und Fehlerquellen
Jede zusätzliche Komponente, Leitung und Steckverbindung kann eine potenzielle Fehlerquelle darstellen. Durch die Integration des kompletten Antriebs reduziert JVL die Anzahl der benötigten Einzelkomponenten und elektrischen Verbindungen.
Das vereinfacht die Fehlersuche, reduziert den Ersatzteilbedarf und erleichtert den Service. Bei einem Austausch wird eine komplette, vorkonfigurierte Antriebseinheit ersetzt, anstatt mehrere Komponenten separat prüfen zu müssen.
Schnellere Konstruktion und Inbetriebnahme
Die integrierte Bauweise vereinfacht die Planung des gesamten Antriebssystems. Servoverstärker, Motorkabel, Encoderleitungen und viele zusätzliche Schaltschrankkomponenten müssen nicht separat ausgewählt und dimensioniert werden.
Die JVL-Software unterstützt bei Konfiguration, Parametrierung, Programmierung und Diagnose. Vordefinierte Funktionen und die direkte Kommunikation mit der Maschinensteuerung ermöglichen eine schnelle Inbetriebnahme.
Direkte Integration in die Steuerungswelt
JVL-Antriebe unterstützen abhängig von der Baureihe zahlreiche Kommunikationsschnittstellen, darunter:
EtherCAT · PROFINET · EtherNet/IP · POWERLINK · Sercos · IO-Link · CANopen · Modbus · RS422 · RS485
Dadurch lassen sich die Motoren direkt in unterschiedlichste Steuerungs- und Automatisierungskonzepte integrieren.
Dezentrale und modulare Maschinenkonzepte
Da sich der komplette Antrieb direkt an der Maschinenachse befindet, eignen sich JVL-Motoren besonders für dezentrale und modulare Maschinenkonzepte.
Einzelne Maschinenmodule können weitgehend unabhängig aufgebaut, getestet und später miteinander verbunden werden. Das erleichtert die Standardisierung und ermöglicht eine flexible Erweiterung oder Anpassung bestehender Maschinen.
MAC oder MIS – passend zur Anwendung
JVL bietet zwei leistungsfähige Baureihen integrierter Antriebe:
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Für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Dynamik, Positionierung sowie Drehzahl- oder Drehmomentregelung. |
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Für präzise und wirtschaftliche Positionieraufgaben sowie Anwendungen mit hohem Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Closed-Loop-Regelung, Encoder-Rückführung und moderne Kommunikation stehen abhängig von der Ausführung zur Verfügung. |
Welche Technologie die bessere Wahl ist, hängt von Dynamik, Drehmoment, Drehzahl, Positioniergenauigkeit und den wirtschaftlichen Anforderungen der jeweiligen Anwendung ab.
Direkter Vergleich
Konventionelle Servolösung
- Motor
- separater Servoverstärker
- Motor- und Encoderleitung
- gegebenenfalls Bremsleitung
- EMV-Filter und weitere Schaltschrankkomponenten
- zusätzlicher Platz und Kühlung im Schaltschrank
- umfangreiche Verdrahtung und mehrere Steckverbindungen
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Integrierte JVL-Antriebslösung
- Motor und komplette Antriebselektronik in einer Einheit
- deutlich weniger Komponenten
- reduzierte Verkabelung
- geringerer Schaltschrankbedarf
- weniger Montage- und Installationsaufwand
- einfachere Inbetriebnahme und Diagnose
- kompakte und modulare Maschinenarchitektur
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Technisch und wirtschaftlich überzeugend
Der Vorteil eines integrierten Antriebs besteht nicht nur im Motorpreis. Entscheidend sind die Gesamtkosten des vollständigen Antriebssystems.
Weniger Schaltschrankkomponenten, weniger Leitungen, kürzere Montagezeiten und eine einfachere Inbetriebnahme können die Gesamtkosten einer Maschinenachse deutlich reduzieren.
Sprechen Sie mit uns über Ihre Anwendung
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Das Team von JVL Deutschland unterstützt Sie beim Vergleich mit einer konventionellen Servolösung sowie bei der Auswahl und Auslegung des passenden MAC- oder MIS-Motors.