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Cat 5e oder Cat 6: Ethernet-Kabel für die Industrie

Cat 5e oder Cat 6? Ein Überblick über die Unterschiede der beiden gängigen Ethernet-Kabelkategorien und was davon für die Verkabelung von Antrieben in der Industrie wirklich zählt.
Kurz gesagt: Für die integrierten Servo- und Schrittmotoren von JVL mit Industrial Ethernet reicht Cat 5e. Alle unterstützten Protokolle arbeiten mit 100 Mbit/s, dafür ist Cat 5e auf 100 m ausgelegt. Cat 6 lohnt sich, wenn dieselbe Verkabelung auch Gigabit-Netzwerke mit Reserve oder später höhere Datenraten tragen soll.

Welche Kategorien sind noch aktuell?

Die frühere Kategorie Cat 5 ist seit der Norm ANSI/TIA-568-C.2 von 2009 nicht mehr vorgesehen. Für neue Installationen gelten Cat 5e oder höher. Cat 5e wurde im Jahr 2000 eingeführt, um Gigabit-Ethernet (1000BASE-T) über alle vier Adernpaare zu unterstützen. Cat 6 bietet gegenüber Cat 5e eine höhere Bandbreite und mehr Reserve gegen Störungen.

Datenraten und Leitungslängen

Kategorie Bandbreite 100 Mbit/s (Fast Ethernet) 1 Gbit/s (1000BASE-T) 10 Gbit/s (10GBASE-T)
Cat 5e 100 MHz bis 100 m bis 100 m –
Cat 6 250 MHz bis 100 m bis 100 m bis ca. 55 m
Cat 6A 500 MHz bis 100 m bis 100 m bis 100 m
Richtwerte für Kanäle nach TIA-568 mit bis zu vier Steckverbindungen.

Cat 5e und Cat 6 im Vergleich

Merkmal Cat 5e Cat 6
Normiert für Gigabit ja ja, mit mehr Reserve
Signal-Rausch-Reserve Basis deutlich höher
Übersprechen normgerecht geringer durch kürzere Schlaglängen, oft mit Trennsteg zwischen den Paaren
Leiter und Isolation Standard oft etwas stärkerer Leiter und hochwertigere Isolation
Kabeldurchmesser und Biegeradius kleiner größer, weniger flexibel
Kosten günstiger etwas teurer
Cat 6 erreicht seine besseren Werte durch Konstruktion und Material: kürzere Schlaglängen der Adernpaare, oft ein Trennsteg gegen Übersprechen, etwas stärkere Leiter und hochwertigere Isolation. Eine bessere Symmetrie der Paare verbessert außerdem die elektromagnetische Verträglichkeit. Gute Cat-5e-Kabel schaffen in der Praxis oft ebenfalls Gigabit-Geschwindigkeit, sind dafür aber nicht mit Reserve spezifiziert.

Ethernet-Kabel für die Industrie

Umgebung

Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, Staub, Öl, Lösungsmittel und Chemikalien verlangen hochwertige Isolations- und Mantelwerkstoffe.

Mechanik

Vibration, Bewegung in Schleppketten und Zugbelastung erfordern robuste Kabel, gegebenenfalls mit Zugentlastung oder Geflecht.

EMV

Neben Frequenzumrichtern und Leistungskabeln sind geschirmte Kabel und eine saubere Schirmauflage Pflicht.
Praxis bei JVL-Motoren: Die Ethernet-Anschlüsse der MAC- und ServoStep-Motoren sind als M12-Steckverbinder ausgeführt. JVL liefert dafür passende Kabel, zum Beispiel M12 auf RJ45 (WI1046-M12M4TxxTRJ45) und M12 auf M12 für Daisy-Chain (WI1046-M12M4TM4TxxT), jeweils in 5 oder 20 m.

Welches Kabel wählen?

Ausgangspunkt sind die technischen Anforderungen: Datenrate, Leitungslänge und vorhandene Hardware. Dazu kommen Kosten, Verlegebedingungen und geplante Erweiterungen des Netzwerks. Für reine Antriebsnetzwerke mit 100 Mbit/s ist ein robustes, geschirmtes Cat-5e-Industriekabel die wirtschaftliche Wahl.

Weitere Informationen

Fragen zur Verkabelung?

JVL Deutschland hilft bei der Auswahl von Kabeln, Steckern und Netzwerkaufbau für Ihre Antriebe.

JVL A/S Deutschland Moltkestr. 24 DE-72762 Reutlingen Deutschland
Tel: +49 7121 1377260 Fax: +49 7121 1377317 E-mail: sales@jvl.dk
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